Lehrplan
3A
Identität entwickeln

Zyklus 3
13-15 Jahre
Kompetenz

Sich in der eigenen Widersprüchlichkeit wahrnehmen und den Suchprozess der eigenen Identität aktiv gestalten.

Lebensweltbezug

Die Jugendlichen befinden sich mitten in der Pubertät. Diese Umbruchsphase ist oftmals mit Unsicherheiten und Stimmungsschwankungen verbunden. Viele Jugendliche suchen nach Orientierung und Identität. Dabei verhalten sie sich – zwischen Suche nach Geborgenheit einerseits und Abgrenzung von der Erwachsenenwelt andererseits – aus Sicht von Erwachsenen oft
widersprüchlich. Das betrifft auch den Glauben: Nach dem Abschied vom Kindheitsglauben bedarf es zum Beispiel schlüssiger Konzepte, wie Gott sich ins verändernde Weltbild integrieren lässt bzw. wie mit bleibenden Widersprüchlichkeiten umgegangen werden kann. Die intellektuellen Fähigkeiten hierfür sind vorhanden. Jugendliche haben teilweise Mühe, die sich stark verändernde Körperlichkeit zu akzeptieren. Die Einstellung zu ihrer Geschlechtlichkeit ist abhängig von Erfahrungen mit sich selbst, mit Gleichaltrigen, in der Familie und in der Gesellschaft insgesamt. Deshalb ist es wichtig, dass Jugendliche durch sozial-interaktive Lernformen Impulse erhalten, ihr Rollenverhalten in Familie, Schule und anderen sozialen Gruppen (inkl. der Glaubensgemeinschaft) zu erproben und reflektieren.

Inhalts- und Handlungsaspekte

3A-1|Bestimmende Merkmale der eigenen Biographie beschreiben, erklären sowie gestalten: Digitale Identität | Eigene Entwicklungsschritte | Eigene Kraftquellen | Freundschaften | Leben in Familien | Partnerschaft | Umbruch von der Kindheit zum Jugendalter | Umgang mit Konsumerwartungen | Umgang mit Leistungserwartungen | Verluste | ...
Fachbeiträge
Leitmedienwechsel

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Erspiele dich selbst mit Computerspielfiguren

Von Super Mario bis Sonic, von Lara Croft bis Link – Computerspielfiguren sind beliebte Vorbilder und Projektionsflächen für viele Kinder und Jugendliche. ... weiterlesen

Schülerische Lebenswelten und der Religionsunterricht

Eine Integration der Lebenswelten der Schüler ist ein essentieller Bestandteil des Profils des Religionsunterricht im Kanton St. Gallen. Dort wird der ... weiterlesen


Materialien
Film



3A-2|Elemente der eigenen Identität herausarbeiten, erklären und gestalten: Beziehung zu und Umgang mit dem eigenen Körper | Formen der Beziehung | Gefühle | Image und Individualität | Rollenbilder | Selbst- und Fremdwahrnehmung | Sorgen und Sehnsüchte | Stärken und Schwächen | Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit | Unterscheidung der Geister | ...
Fachbeiträge
Schülerische Lebenswelten und der Religionsunterricht

Eine Integration der Lebenswelten der Schüler ist ein essentieller Bestandteil des Profils des Religionsunterricht im Kanton St. Gallen. Dort wird der ... weiterlesen

Wenn Unterschiedlichkeit zum Ziel führt

Ist Toleranz schon Inklusion? Ich kann vieles tolerieren, wenn es mich nicht unbedingt angeht. Jeder darf seiner Auffassung nachgehen, wenn er nicht die ... weiterlesen


Materialien
3A-3|Den eigenen Glauben beschreiben, mit biblischen Glaubensvorstellungen vergleichen und reflektieren: Dreifaltigkeit | Gott des Bundes | Gottesbilder | Gottes Wirken im eigenen Leben | Heiliger Geist | Jesus Christus als Gesicht Gottes | Jesus Christus als Mensch und Gott | Jesusbilder | JHWH | Sinn des Lebens | Wunder | ...
Fachbeiträge
Warum erzählst du von Jesus Christus?

Hätte nicht das Erzählen von Gott ohne die Aufsplittung in die Dreifaltigkeit den Vorrang in der Katechese? Stiftet die Figur Jesu Christi für die Kinder ... weiterlesen

Schülerische Lebenswelten und der Religionsunterricht

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Materialien

Umsetzungsbeispiel

Ausgehend von Wimmelbildern setzen sich die Jugendlichen mit der Frage auseinander, wo im Alltag der Menschen Gott eine Rolle spielt. Sie interviewen andere Menschen (z. B. Sozialarbeitende, Verwandte, Pfarrer, Kunstschaffende etc.) zu Gott in deren Leben und werden so für die Alltagsgegenwart Gottes sensibilisiert. Anschliessend halten sie selbst durch Fotografien oder Zeichnungen Situationen fest, in denen Gott eine Rolle spielt. Sie fügen die Bilder zu einer Kollage zusammen, die sie mit Beschreibungen versehen. Im Zentrum der Kollage stehen sie selbst mit der Frage, wo Gott in ihrem Leben präsent ist. Die Kollagen können für eine Ausstellung und später für den weiteren Lehr-Lern-Prozess verwendet werden. Mit ihnen kann auch die Brücke zu anderen Themen aus dem aktuellen Zyklus geschlagen werden.

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