Lehrplan
2A
Identität entwickeln

Zyklus 2
9-12 Jahre
Kompetenz

Sich an Vorbildern des Lebens und des Glaubens orientieren und diese für sich förderlich werden lassen.

Lebensweltbezug

Spätestens ab der Mittelstufe sind Kinder vermehrt gefordert, eigenständige Entscheidungen zu treffen, sei es in Bezug auf ihr Verhalten gegenüber sich selbst oder eingebunden in verschiedene soziale Gruppen. In dieser Phase spielen Vorbilder, an denen das eigene Handeln sich orientieren kann, eine wichtige Rolle. Diese Vorbilder können einerseits dem realen familiären oder freundschaftlichen Umfeld entstammen, aber auch nur medial bekannt sein oder fiktiv  existieren. Die Reflexion des eigenen Handelns anhand der Orientierung an Vorbildern sollte reflexiv begleitet werden. Damit lernen Kinder, sich differenziert mit den Eigenschaften und Handlungen anderer Personen auseinanderzusetzen sowie die Wirkung auf die eigene Identität und die eigenen Empfindungen wahrzunehmen. Die Auseinandersetzung mit Heiligen bietet Kindern die Möglichkeit, Vorbilder im Glauben zu finden, die sie bei ihrer religiösen Entwicklung unterstützen sowie handlungsleitend wirken können. Dies hat besonderes Gewicht in einer Zeit, in der Religion und der persönliche Glaube gesellschaftlich wenig thematisiert werden.

Inhalts- und Handlungsaspekte

2A-1|Ausgewählte Vorbilder charakterisieren, vergleichen und in Bezug zur heutigen Zeit setzen: Heilige | Heldentum | Idole | Nachfolge | ...
Fachbeiträge
Maria dich lieben…

Ist allzeit mein Sinn…wenn ich dieses Marienlied höre, kommen Bilder und Erinnerungen: an meine Grossmutter, die begeistert dieses Lied sang vor dem kleinen ... weiterlesen

Vaterunser auswendig beten? Aber ja!

Nichts ist heute so tabu, wie über den eigenen Glauben, über die eigene Beziehung zu Gott zu sprechen. „Das ist mir zu persönlich, zu intim“, so höre ... weiterlesen

Schülerische Lebenswelten und der Religionsunterricht

Eine Integration der Lebenswelten der Schüler ist ein essentieller Bestandteil des Profils des Religionsunterricht im Kanton St. Gallen. Dort wird der ... weiterlesen

Maria? Um Gottes Willen!

Wir steuern auf den Marienmonat Mai zu. Viele verbinden damit das Rosenkranzbeten. Überhaupt scheint Maria eher mit Volksfrömmigkeit als mit „richtiger ... weiterlesen


Materialien
2A-2| Heilige der (Kirchen-)Geschichte beschreiben, in ihrer Wirkung erläutern und in ihrer Vorbildfunktion für heute beurteilen: Benedikt | Biblische Figuren | Bruder Klaus und Dorothea | Christophorus | Edith Stein | Elisabeth von Thüringen | Franz von Assisi und Heilige Klara | Hildegard von Bingen | Kirchpatron | Luzia | Martin von Tours | Mutter Theresa | Nikolaus von Myra | Vinzenz Pallotti | ...
Aufgabenset

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Fachbeiträge
Maria dich lieben…

Ist allzeit mein Sinn…wenn ich dieses Marienlied höre, kommen Bilder und Erinnerungen: an meine Grossmutter, die begeistert dieses Lied sang vor dem kleinen ... weiterlesen

Fremd sein – ein roter Faden in der Bibel, Teil 3.

Die altestamentliche Erfahrung der Fremdheit hört mit dem Kanon des Neuen Testaments nicht auf. Im Gegenteil. Die Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus ... weiterlesen

Fremd sein – ein roter Faden in der Bibel, Teil 2.

Mit der Wahl des Schwerpunktthemas 'fremd sein' für die Legislatur 2015-2018 hat der Kirchenrat der Römisch Katholischen Kirche im Aargau im Januar 2015 ... weiterlesen

Fremd sein – ein roter Faden in der Bibel, Teil 1.

Ich bin fremd. Immer wieder. Vor mir selbst. Mein Körper, wie siehst du auch aus? Warum mach ich das, obwohl ich ganz genau weiss, es ist falsch? Das soll ich ... weiterlesen

Schülerische Lebenswelten und der Religionsunterricht

Eine Integration der Lebenswelten der Schüler ist ein essentieller Bestandteil des Profils des Religionsunterricht im Kanton St. Gallen. Dort wird der ... weiterlesen

Maria? Um Gottes Willen!

Wir steuern auf den Marienmonat Mai zu. Viele verbinden damit das Rosenkranzbeten. Überhaupt scheint Maria eher mit Volksfrömmigkeit als mit „richtiger ... weiterlesen


Materialien
2A-3|Aktuelle «Local Heroes» nennen, ihre Wirkungsgebiete darstellen und in ihrer Relevanz für das eigene Engagement beurteilen: Vor Ort beurteilen: Welche Persönlichkeit prägt unser Dorf, Stadt, Region, Quartier?
Fachbeiträge
Schülerische Lebenswelten und der Religionsunterricht

Eine Integration der Lebenswelten der Schüler ist ein essentieller Bestandteil des Profils des Religionsunterricht im Kanton St. Gallen. Dort wird der ... weiterlesen


Umsetzungsbeispiel

Die Kinder gestalten eine Kofferausstellung. Jedes Kind gestaltet dabei einen kleinen Koffer mit kurzen Texten, Bildern oder Gegenständen zu einem selbst gewählten Heiligen bzw. einer selbst gewählten Heiligen. Die Kinder recherchieren dazu im Internet und in Büchern, schauen Filme oder führen Interviews. Sie wählen Zitate aus, die für die gewählte Person kennzeichnend sind. Ausserdem sollen sich die Kinder Gegenstände überlegen, die für ihre Person und den jeweiligen historischen bzw. kulturellen Kontext typisch sind. Die gefundenen oder selbst gebastelten Gegenstände und Texte ordnen sie in ihrem Koffer so an, dass eine Ausstellung über die Biografie der Person sowie deren Bedeutung für heutige Menschen entsteht. Zum Schluss legen sie noch eine Karte in den Koffer, auf der die Kinder formuliert haben, inwiefern das Leben des Heiligen oder der Heiligen auch für sie von Bedeutung sein kann. Alternativ kann der Koffer als Reisekoffer der porträtierten Person gestaltet werden. In diesem Fall kommen Gegenstände hinein, die diese Person auf Reisen mitnehmen würde.  Eine Karte der Person an ihre oder seine Heimat zeigt, inwieweit die Kinder sich in diese hineinversetzen können. Die Kofferausstellung dient als Einstieg in  eine allgemeine Auseinandersetzung mit Heiligen in Bezug auf das eigene Leben.

 

Besondere Empfehlungen