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Reformation in der Schweiz

Autor/Herausgeber
Ursula Lievenbrück

Erschienen
2017

 

Deshalb lohnt sich das Medium

Reformation an allen Orten und in aller Munde. Luther-Medien überschwemmen schier den Markt und die religionspädagogisch Tätigen. Und doch gibt es so wenig brauchbares Unterrichtsmaterial, wenn es spezifisch um die Schweizer Reformation geht.

Genau vor dieses Problem gestellt sah sich auch Dr. Ursula Lievenbrück, Fachreferentin für den Bereich Religion, Ethik und Philosophie am Dokumentationszentrum der PH Freiburg. Ihre Lösung: Selbst ein Medium erstellen, das Schweizer Reformation und Reformatoren im Fokus hat und ausserdem Spass machen soll. Herausgekommen ist ein Brettspiel, das gezielt für den Einsatz in Schule und Pfarrei konzipiert wurde – sowohl von der Spieldauer her (15–35 Minuten) als auch von der Zahl der Spieler (3–25 Personen). Dazu sind die Spielregeln so einfach gehalten, dass es keine langen Erklärungen braucht.

50 Ereigniskarten informieren über die wichtigsten Protagonisten der Reformation, historische Gegebenheiten und Wegmarken sowie theologische Grundsätze und Streitpunkte. Die zentralen Spielfiguren im wahrsten Wortsinn sind dabei Guillaume Farel, Huldrych Zwingli, Heinrich Bullinger, Jean Calvin – und Martin Luther, um den man doch nicht ganz herumkommt. Diese Karten sind so konzipiert, dass sie auch mit nur geringem Vorwissen quasi zur Erarbeitung des Themas eingesetzt werden können. Didaktisch sinnvoller allerdings finde ich es, das Spiel als Abschluss einer Lektionsreihe zur Vertiefung einzusetzen. Ein paar Grundkenntnisse vorab ermöglichen eine steilere Lernkurve und ein aktiveres Spielen. Die Wissensfragen der Karten sind übrigens auf einem Übersichtsblatt nochmal aufgeführt, anhand dessen sich die Lernergebnisse überprüfen lassen.

Aufgelockert wird das Ganze durch 50 Aufgabenkarten, bei denen die Spielenden z. B. Begriffe erläutern oder darstellen müssen – analog „Montagsmaler“ oder „Tabu“. Die Spieler bzw. Gruppen müssen diese Aktionen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne absolvieren (Sanduhr!), was definitiv für Dynamik sorgt. Zielgruppengerecht ist auch die Bildsprache mit den von Baptiste Cochard als Comic-Figuren gestalteten Helden der Reformation.

Bereits während der Erarbeitungsphase wurden Spiel und Konzept in Schulklassen immer wieder getestet und überprüft, sodass man hier mit Fug und Recht von „aus der Praxis für die Praxis“ sprechen kann.

 

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Verfasserin des Reli-Tipps
Elisabeth SchüsslbauerElisabeth Schüsslbauer,
Mitarbeiterin Relimedia Zürich
eschuesslbauer@relimedia.ch

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