Lehrplan
4E
Katholischen Glauben feiern

Zyklus 4
16-18 Jahre
Kompetenz

Die Vielfalt liturgischer Feiern als Facetten des Beziehungsgeschehens mit Gott verstehen und aktiv mitfeiern.

Lebensweltbezug

Im Verlauf des Zyklus 4 sollen die Jugendlichen befähigt werden, am liturgischen Leben der Pfarrei und Kirche ausserhalb homogener Zielgruppen aktiv teilzunehmen. Den Übertritt ins  Erwachsenenleben kennzeichnet auch, dass sie sich in die altersdurchmischte Gruppe der Erwachsenen eingliedern und ihre Bedürfnisse angemessen in bestehende liturgische Feiern  einbringen. Mit der wachsenden Vielfalt an Lebenserfahrungen im Verlauf des Erwachsenwerdens sind Jugendliche darauf angewiesen, weitere vielfältige liturgische Feiern kennenzulernen, um ihre eigenen religiösen Erfahrungen in geeigneter Form in gemeinschaftliche Liturgien einbringen zu können. Die Fähigkeit Liturgien mitgestalten zu können ist unter anderem mit Blick auf Firmung, Hochzeit, Taufe oder bei Begräbnisfeiern von Bedeutung. Für die christliche Gemeinschaft ist die aktive Mitgestaltung liturgischer Feiern durch Christinnen und Christen eine wichtige Voraussetzung, um in den Feiern den Glauben der Gemeinschaft zeitgemäss zum Ausdruck zu bringen.

Inhalts- und Handlungsaspekte

4E-1|Die Liturgie als Beziehung zwischen Gott und Mensch wahrnehmen, sich darüber austauschen und feiern: Biblische Bezüge im Gottesdienst | Gottesbilder | Gottesdienst als Ausdruck des persönlichen Bekenntnisses | Liturgische Sprache versus Alltagssprache | ...
4E-2|Bestandteile liturgischer Feiern verstehen, ihre Bedeutung in heutiger Sprache erläutern und mit dem eigenen Leben in Verbindung setzen: Evangelium | Gabenbereitung und Kollekte | Hochgebet | Lesung | Segen | ...
Fachbeiträge
„So viel Zeit muss sein“

„So lange es die Zeit erlaubt" wurde um das Jahr 150 aus den Schriften des Alten und des Neuen Testaments vorgelesen. Und was geht heute? Damals gab es ... weiterlesen

„Von grösstem Gewicht für die Liturgiefeier ist die Heilige Schrift“ – Bemerkungen zur Heiligen Schrift im Gottesdienst

Am Ersten Advent wird in den meisten Gemeinden der deutschsprachigen Schweiz das neue Lektionar in einem neuen Gewand mit der revidierten Einheitsübersetzung ... weiterlesen

«Wort des lebendigen Gottes»

Dieser Zuruf nach der alttestamentlichen Lesung oder aus Briefes des Neuen Testaments ist zuweilen eine Provokation. Sollte man das besser nicht ersetzen oder ... weiterlesen

*fu* oder „bless you“

In der Jugendsprache hört man oft jenes Wort, das im SMS-Gebrauch mit *fu* (bei Unkenntnis im Internet nachzuschlagen) abgekürzt wird und eines der ... weiterlesen

Übersetzung als Chance! Zur neu revidierten Einheitsübersetzung

Bibel ist nicht gleich Bibel. Als Bibliothek aus vielen Büchern enthält die christliche «Heilige Schrift» einerseits je nach Konfession unterschiedliche ... weiterlesen


4E-3|Christliche Symbole in der Liturgie analysieren, ihren Symbolgehalt refl ektieren und zeitgemässe Zugänge herstellen: Altar | Ambo | Brot | Chrisam | Gewänder | Kreuz | Licht | Liturgische Farben | Wasser | Wein | ...
4E-4|Sich mit dem musikalischen Repertoire der Pfarrei konstruktiv auseinandersetzen, neue musikalische Umsetzungen und Lieder diskutieren und einbringen: Lieder | Musik | Instrumente | ...
Fachbeiträge
Das Blümelein im Winter. Ein Beispiel gelungener Inkulturation: Das Weihnachtslied „Es ist ein Ros´ entsprungen“

Eine Legende erzählt, wie ein junger Trie­rer Mönch zur Weihnachtszeit eine blü­hende Rose im Klostergarten entdeckte. Diese wundersame Erfahrung, so ... weiterlesen

Halleluja! Zur Karriere eines Rufs

Und wieder wird es gesungen, und wieder schmelzen Herzen: Das Lied „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Auch das Halleluja aus Händels Oratorium „Messias“ ... weiterlesen

«Da wohnt ein Sehnen tief in uns … » Singen mit dem neuen rise up plus

Musik spielt im Leben von jungen Menschen eine wichtige Rolle. Sie selber zum Singen zu motivieren, ist allerdings nicht immer einfach. Dabei hat Singen viele ... weiterlesen


4E-5|Die Sakramente der Kirche als besondere Beziehung zu Gott wahrnehmen, deuten und als Ausdrucksform der eigenen Gottesbeziehung annehmen: Ehe | Firmung | Krankensalbung | Weihe | ...
Fachbeiträge
Firmung: Glaubenskommunikation mit Herausforderungen und Chancen

Was können wir erwarten, wenn wir in der Firmvorbereitung mit Jugendlichen über Glaubensthemen sprechen wollen? Das Spannungsfeld zwischen hohen Erwartungen ... weiterlesen

Weil Gott schon da ist

Sakramente sind im Kern ein Kommunikationsgeschehen zwischen Christus und dem Menschen. Gott selbst will dabei kein Ferner bleiben, sondern konkret in der Welt ... weiterlesen


Umsetzungsbeispiel

Die Jugendlichen gestalten einen Gemeindegottesdienst der Pfarrei gemeinsam mit dem Vorbereitungsteam. Dabei bringen sie sich aktiv ein im Ablauf, der Auswahl der Texte und der  Formulierung von Gebeten. Sie nehmen Rücksicht auf die heterogenen Bedürfnisse der übrigen Gemeindemitglieder und berücksichtigen die spezifischen Anforderungen des liturgischen Handelns.

Besondere Empfehlungen