Fachbeiträge

Good-Practice für Katechese mit Kleinkindern und ihren Familien

Das Recht des Kindes auf Religion gilt von Geburt an. Die Relevanz der ersten Jahre betrifft auch das religiöse Lernen. Aus diesem Grund macht sich die Römisch-Katholische Kirche im Aargau für Katechese mit Kleinkindern stark. Ein Puzzleteil ist das Sammeln von Good-Practice-Beispielen für Familien mit Kindern von Geburt bis Ende Kindergartenzeit. Diese werden als Reihe auch auf reli.ch veröffentlicht.

Good-Practice als Fundgrube

Die Praxisbeispiele erzählen von Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, um mit jungen Familien in Kontakt zu kommen und in Kontakt zu bleiben und damit positive Erfahrungen gemacht haben. Manche Impulse sind leicht umsetzbar, andere sind aufwändiger und teurer. Die Beispiele wollen inspirieren und Mut machen. Dabei handelt es sich um einen Steinbruch an Ideen. Es braucht eine Anpassung und Weiterentwicklung, damit es für die eigenen Ressourcen und Rahmenbedingungen passt. Jede Situation ist einmalig und doch kann man immer von anderen lernen und sich mit anderen freuen, was bei ihnen gelingt. Die Schlüsselfrage lautet: Was hat Relevanz für kleine Kinder und deren Bezugspersonen bei uns vor Ort und was können wir als Kirche dazu beitragen? Es braucht eine fehlerfreundliche Haltung, die Scheitern als Lernfeld und nicht als Misserfolg einstuft.

Lebenslanges Glaubenslernen

Wo kleine Kinder sind, da sind auch ihre Bezugspersonen. Katechese mit Kleinkindern bezieht deren Familien mit ein. Es geht um Katechese als lebenslanges und vernetztes Glaubenslernen. Mit Blick auf den Lehrplan LeRUKa laden die Beispiele ein, im Zyklus 0 (Kinder ab Geburt bis vier Jahren) und im ersten Teil des Zyklus 1 (Kindergartenzeit) in den Bereichen religiöse Bildung und Beheimatung aktiv zu werden.

Gott ist schon da, mitten im Leben!

Bei den Ideen geht es einerseits um religiöse Impulse für zuhause durch den Tag und durch das Jahr. Viele junge Eltern sind religiös ansprechbar. Jede Familie hat ihre eigene Religiosität, die sich in der Beziehungsgestaltung zeigt. Entscheidend ist, dass die Familie selbst diese Handlungen und Rituale als bedeutsam und sinnstiftend erlebt und deutet. Startschuss für die Begleitung ist die Geburt eines Kindes (und nicht erst die Taufe).

Familienfreundliche Angebote und Räume

Andererseits werden Ideen vorgestellt, bei denen Pfarreien und Pastoralräume mit jungen Familien partizipativ unterwegs sind und kleine Kinder und deren Bezugspersonen willkommen heissen. Im Kern geht es um niederschwellige Begegnungsmöglichkeiten und eine gastfreundschaftliche Haltung. Die Handlungsfelder dazu sind vielfältig: Feiern, Verkündigung und Brauchtum. Ebenso Rituale, Singen, Kirchenraumpädagogik, Bibel und Erzählen, Philosophieren und Theologisieren, Kinderkultur und Spiel, Natur und Schöpfung. Auch Taufkatechese, Familiendiakonie und Seelsorge an Knotenpunkten junger Familien sind relevant. Wie auch eine familienfreundliche Raumgestaltung und Raum für kleine Kinder und deren Bezugspersonen.

Interesse an weiteren Beispielen

Danke allen Interviewten, die ihre wertvolle Zeit zur Verfügung stellen. Falls Sie ein Good-Practice-Beispiel aus dem Bereich Katechese mit Kleinkindern und Ihren Familien kennen, freuen wir uns über ein Rückmeldung unter Fachstelle Katechese – Medien Aarau an Christiane Burgert

 

Dieser Beitrag ist Teil einer Reihe von Good-Practice-Beispielen für Familien mit Kindern von Geburt bis Ende Kindergartenzeit. Bisher sind folgende Artikel erschienen:

Christiane Burgert ist Fachmitarbeiterin der Fachstelle Katechese – Medien Aarau   CC BY-NC-SA 3.0 Christiane Burgert | reli.ch
Kompetenz: 0-1, 0-2, 0-3, 0-4, 0-5, 0-6